Vom Galvanikbecken in die KI-Entwicklung
Meine Karriere begann dort, wo es nach Säure riecht und Handschuhe Pflicht sind: an der Galvanikanlage. Ich habe Oberflächentechniker gelernt, später die Meisterprüfung abgelegt und 15 Jahre direkt an Galvanikanlagen verbracht — von der Linie bis zur Verfahrenstechnik. Insgesamt sind es 23 Jahre Branchenerfahrung.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Bad kippt oder eine Reklamation reinkommt und die Ursachenanalyse sich wie ein Wald anfühlt, den man vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Genau dieses Wissen steckt heute in jeder Lösung, die ich entwickle: auf Knopfdruck eine priorisierte Liste mit Handlungsempfehlungen, die Ihrem Team hilft, Aufgaben zu planen und Fehler abzufangen, bevor sie passieren.
Parallel habe ich an der Universität Wien Physik studiert (MSc Umweltphysik, Notenschnitt 1,1, mit Auszeichnung). Die Masterarbeit über High Pressure Torsion auf High-Entropy-Alloys hat mich gelehrt, wie man aus Messdaten reproduzierbare Ergebnisse zieht — eine Disziplin, die in der Industrie oft fehlt.
Heute verbinde ich beides. Ich baue KI-Systeme für die Galvanotechnik, die nicht in der Cloud verschwinden, nicht halluzinieren und im Erstgespräch nicht erklärt werden müssen — weil ich beide Sprachen spreche: die der Anlage und die des Modells.
Was mich antreibt
Galvanikbetrieben helfen, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen. Die Branche steht unter Druck — Energiekosten, Chemikalienpreise, ESG-Anforderungen, Fachkräftemangel. KI ist hier kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das man richtig einsetzen muss, damit es trägt.
Praxis vor Hype
Lösungen müssen am Becken funktionieren, nicht nur in der Demo. On-Premise, ohne Vendor Lock-in, datenschutzkonform.
Methodik vor Magie
Reproduzierbare Modelle, erklärbare Entscheidungen. Modellprüfung im April 2026 beim TÜV AUSTRIA Trusted AI eingereicht (Bestätigung ausstehend).
Nachhaltigkeit vor Wachstum
Weniger Chemikalien, weniger Energie, weniger Wasser, weniger Ausschuss — gemessen, dokumentiert, nachweisbar.