Stefan Maier

Über mich

Stefan Maier

Galvanikmeister mit Materialphysik-Hintergrund — heute KI-Diagnostiker für Galvanikbetriebe

Über 20 Jahre Praxis am Galvanikbecken, ein Materialphysik-Studium dazu und die Erfahrung, KI-Systeme so zu bauen, dass sie in der Produktion tatsächlich genutzt werden. Hier finden Sie meinen Werdegang und die belegten Stationen meiner Laufbahn.

Vom Galvanikbecken in die KI-Entwicklung

Stefan Maier im Chemikalienschutzanzug in der Entmetallisierung einer Galvanik
2005Lehre & Meister
Oberflächentechnik
Stefan Maier an der Tafel vor quantenmechanischen Gleichungen, Universität Wien
2014Physiker
MSc, Universität Wien
Porträt Stefan Maier aus der Zeit als Prozessoptimierer und Lean Manager
2020Prozessoptimierung
& Lean Management
Porträt Stefan Maier als Gründer von secure galvano ai
2025Gründer
secure galvano ai

Meine Karriere begann dort, wo es nach Säure riecht und Handschuhe Pflicht sind: in der Entmetallisierung einer Galvanik. Ich habe die Lehre zum Oberflächentechniker abgeschlossen, später die Meisterprüfung abgelegt und 15 Jahre direkt an Galvanikanlagen verbracht — von der Linie bis zur Verfahrenstechnik. Insgesamt sind es über 20 Jahre Branchenerfahrung.

Stefan Maier Anfang der 2000er in der Entmetallisierung einer Galvanik, im Chemikalienschutzanzug an der Galvanikwanne
Anfang der 2000er, in der Entmetallisierung. Schon damals derselbe Wunsch: alle Prozessdaten an einem Ort — statt Aufzeichnungen aus mehreren Quellen zusammenzusuchen, um einem Qualitätsproblem auf den Grund zu gehen.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Bad kippt oder eine Reklamation eintrifft und man in der Ursachenanalyse den Überblick über hunderte Einzelwerte verliert. Dieses Wissen ist in die Auswertungslogik eingeflossen: eine priorisierte Liste mit Handlungsempfehlungen je Auswertungslauf, die Ihrem Team hilft, Aufgaben zu planen und Abweichungen zu erkennen, bevor daraus Ausschuss wird.

Parallel habe ich an der Universität Wien Physik studiert — MSc Umweltphysik mit Schwerpunkt Materialphysik, Notenschnitt 1,1, mit Auszeichnung. Die Masterarbeit über High Pressure Torsion auf High-Entropy-Alloys hat mich gelehrt, wie man aus Messdaten reproduzierbare Ergebnisse ableitet — eine Disziplin, die im Produktionsalltag selten formalisiert ist.

Dazu kam eine Lean-Management-Ausbildung als methodischer Hintergrund für strukturierte Ursachenanalyse. Praxis, Physik und Methodik greifen in jeder Auswertung ineinander.

Am 1. Juni 2025 habe ich daraus ein eigenes Unternehmen gegründet — bewusst spezialisiert auf eine einzige Branche statt auf Digitalisierung im Allgemeinen.

Heute verbinde ich diese drei Welten in KI-Systemen für die Galvanotechnik, die lokal laufen, nachvollziehbare Ergebnisse liefern und sich im Erstgespräch ohne Vorkenntnisse nachvollziehen lassen. Ich kenne beide Seiten — den Anlagenbetrieb und die Auswertung der Prozessdaten — und die Methodik, die beides verbindet. Für ein KI-Projekt in einer Fabrik müssen sonst mehrere Abteilungen zusammenarbeiten — und genau diese Abstimmung ist meist der Engpass, nicht die Technik. Ich kann eine Idee vormittags an der Anlage mit dem Anlagenfahrer besprechen und sie nachmittags als lauffähige Demo mit der Produktionsleitung durchgehen.

Was mich antreibt

Galvanikbetrieben helfen, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen. Die Branche steht unter Druck — Energiekosten, Chemikalienpreise, ESG-Anforderungen, Fachkräftemangel. KI ist hier kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das nur bei passendem Einsatz Nutzen bringt.

Praxis vor Hype

Lösungen müssen am Becken funktionieren, nicht nur in der Demo. Vor Ort einsetzbar, an das eigene Team übergebbar, datenschutzkonform.

Methodik vor Magie

Reproduzierbare Modelle, erklärbare Entscheidungen. Modellprüfung durch TÜV AUSTRIA Trusted AI (TRUSTIFAI) erfolgreich abgeschlossen.

Nachhaltigkeit vor Wachstum

Weniger Chemikalien, weniger Energie, weniger Wasser, weniger Ausschuss — als Zielgrößen, die im Projekt gemessen und dokumentiert werden.

Nachweise & Qualifikationen

Belegte Stationen aus über 20 Jahren Laufbahn

Vom Lehrbrief Oberflächentechniker über die Meisterprüfung bis zum Master of Science Umweltphysik (Schwerpunkt Materialphysik, mit Auszeichnung) — die formalen Diplome, Lehrbriefe und Zertifikate als Originale. Ein Klick auf eine Karte öffnet das Dokument in voller Auflösung.

Modellprüfung & Trusted AI

Inspektion des Anomalieerkennungs-Systems nach dem TÜV AUSTRIA AI Inspection Framework (TRUSTIFAI) — mit Auditgespräch und Live-Demonstration des Modells. Auszug aus dem Management Summary des Inspektionsberichts.

Akademische Ausbildung

Universität Wien — Masterstudium Physik mit Schwerpunkt Materialphysik & Umweltphysik.

Galvanik & Oberflächentechnik

Lehrbrief Oberflächentechniker und Meisterbrief im Original.

Management & Methodik

Process Management, IT Service Management, klassisches und agiles Projektmanagement, Wertstrom-Methodik.

Persönliche Weiterbildung

Ergänzende Ausbildungen — Coaching, Beratungspsychologie und persönliche Entwicklung.

Presse & Veröffentlichungen

Pressestimme · 6. August 2026
„Alberschwender Ingenieur entwickelt Prüf-Software, die mit KI immer besser wird“

Vorarlberger Nachrichten · VOL.AT — Porträt über die KI-gestützte Prüfsoftware für die Galvanik, den abgeschlossenen ersten Pilotauftrag und die Frage, warum Einzelwerte im grünen Bereich trotzdem zu Qualitätsproblemen führen können.

Bericht von Andreas Scalet, Vorarlberger Nachrichten — erschienen am 6. August 2026, auch auf VOL.AT. Die WISTO hat das Porträt zusätzlich auf wisto.at veröffentlicht.
Porträt lesen (wisto.at)
Erschienen
Vertrauenswürdige KI in der Galvanotechnik

Fachzeitschrift Galvanotechnik — KI-gestützte Anomalieerkennung, nachvollziehbar und prüfbar.

Fachartikel (PDF)
In Vorbereitung
Lehrlinge mit KI in der Datenauswertung schulen

Wie Fachkräfte und Lehrlinge mit modernen KI-Werkzeugen lernen, Prozessdaten selbst auszuwerten — Praxisbericht, demnächst in Galvanotechnik.

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